Verhandlungsführer vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt e.V. (VME) Andreas Klatschow: „Unser Tarifabschluss muss Planungssicherheit geben“

In der 3. Runde der Tarifverhandlungen hat heute der Verband der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt e. V. (VME) der IG Metall für die Beschäftigten der Branche in unserem Bundesland eine Struktur für ein Vorankommen in der Tarifrunde 2021 vorgeschlagen:

  • Entwicklung von optionalen tariflichen Regelungen zur Bewältigung der Transformation im Strukturwandel zur Beschäftigungssicherung
  • Bereitschaft zur Entwicklung optionaler Angebote zur Beschäftigungssicherung für die Betriebe, die über die gegenwärtige Krisensituation hinaus Bestand haben und auch im Strukturwandel Bedeutung erlangen können
  • Angebot einer Einmalzahlung für das erste Halbjahr 2022 und im zweiten Halbjahr eine Anhebung der Entgelttabellen für mindestens 12 Monate, wobei das Angebot mit der Vereinbarung einer automatischen Differenzierung zur Kostenentlastung für Betriebe in der Krise verknüpft ist

Andreas Klatschow, Vorsitzender und Verhandlungsführer des VME, erklärte nach der dritten Runde: „Wir haben heute einen Weg aufgezeigt, der zukunftsfähig ist. Es ist ein ausgewogener Vorschlag für eine Struktur hin zu einem konstruktiven Tarifergebnis. Unsere Branche befindet sich in einer außerordentlichen schwierigen Situation. Der anhaltende Lockdown, das Infektionsgeschehen in anderen Ländern und sich verändernde politische Entscheidungen machen Unternehmen das Planen schwer. Was Unternehmen und Beschäftigte jetzt brauchen, ist aber Planungssicherheit. Und die müssen wir mit dem Tarifabschluss erreichen.“

„Wir sind Sozialpartner und gehen diesen steinigen Weg gemeinsam mit der Gewerkschaft. Deshalb fordern wir die IG Metall erneut auf, konstruktiv und ernsthaft mitzuarbeiten. Seit 2018 haben sich die Entgelte um 8,3 Prozent erhöht. Deshalb sind überzogene Entgeltforderungen nun der falsche Weg. Im März 2020 haben wir einen Tarifabschluss für die Unternehmen und die Beschäftigten erzielt. Beschäftigungssicherung ging vor Entgelterhöhung. Wir müssen an diese gemeinsame Anstrengung anknüpfen, um den Betrieben und den Belegschaften Sicherheit und Planbarkeit zu geben“, sagt Klatschow.