NiedersachsenMetall und IG Metall einigen sich auf Tarifvertrag für die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie: Innovativ, fair und flexibel

Nach fünfstündigen Verhandlungen haben sich NiedersachsenMetall und IG Metall an diesem Freitag auf einen Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen geeinigt. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir einen innovativen und für beide Seiten fairen Tarifvertrag aushandeln konnten“, sagt NiedersachsenMetall-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmidt. Die niedersächsische Wirtschaft befinde sich nach wie vor in einer höchst unsicheren Lage, dieser trage der neue Tarifvertrag nun Rechnung.

„Uns war immer wichtig, dass der Vertrag flexibel auf die unterschiedlichen wirtschaftlichen Situationen der einzelnen Unternehmen reagieren kann“, sagt NiedersachsenMetall-Verhandlungsführer Torsten Muscharski. Er müsse Unternehmen mit guten Bilanzen Rechnung tragen, dürfe jedoch Firmen, die sich durch die Krise in finanziellen Nöten befänden, nicht zusätzlich belasten. „Diese Flexibilität haben wir erreicht.“

Der Tarifvertrag, den die Sozialpartner nun geschlossen haben, orientiert sich in wesentlichen Punkten an dem Kompromiss, den IG Metall und Metall NRW in der vergangenen Woche getroffen haben. Es wurden unter anderem eine Corona-Beihilfe in Höhe von 500 Euro sowie eine neue jährliche Sonderzahlung, die erstmals 2022 fällig wird, vereinbart. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis September 2022. „In unsicherer Zeit haben die Unternehmen damit ein hohes Maß an Planungssicherheit zu vertretbaren Kosten“, sagt Schmidt.