Präsident des Verbandes der Pfälzischen Metall- und Elektroindustrie Johannes Heger: „Die Forderungen sind realitätsfern“

Zum Forderungsbeschluss des IG Metall-Vorstands zur Tarifrunde 2021 äußert sich Johannes Heger, Präsident des Verbandes der Pfälzischen Metall- und Elektroindustrie, folgendermaßen:

„Die Metall- und Elektroindustrie ist hart getroffen. Gerade jetzt auf den Zusammenhalt von Arbeitgebern und Arbeitnehmern besonders an. Der Forderungsbeschluss der Gewerkschaft lässt einen solchen Willen nicht erkennen. Die Forderungen sind realitätsfern. Ein Blick in die Produktionshallen würde den Gewerkschaftsfunktionären helfen. Produktivität und Umsätze sind im Sinkflug. Eine Millionen Menschen in Kurzarbeit belegen das.“

„Eine Erhöhung mit einem Gesamtvolumen von vier Prozent ist kein Zukunfts-, sondern ein Zynismuspaket. Die Corona-Pandemie verschlingt Unmengen von Mitteln, die für Zukunftsinvestitionen fehlen. Zusätzliche Kosten sind für die Betriebe daher zur Zeit nicht darstellbar.“

„Der Beitrag der Beschäftigten zahlt sich durch die Sicherung der Arbeitsplätze aus. Das ist bereits so und soll auch so bleiben. Die Gewerkschaftsforderung nach weniger Arbeit für mehr Geld steht dem entgegen. Wir müssen die Belastungen für die Betriebe gering halten. Die attraktiven Arbeitsplätze in unserer Branche sollen auch nach der Krise noch Zukunft haben. Es geht um viel. Deshalb müssen wir gemeinsam anpacken.“