Verhandlungsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg Stefan Moschko: „Modell stärkt Flächentarifvertrag“

Die Tarifvertragsparteien der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg haben ein Verhandlungsergebnis zur Festlegung der tariflichen wöchentlichen Arbeitszeit durch freiwillige Betriebsvereinbarung für den Ostteil Berlins und für Brandenburg erzielt.

„Mit der IG Metall ist uns nach intensiven Gesprächen, die wir zusammen mit unserem sächsischen Schwesterverband VSME geführt haben, ein echter Durchbruch gelungen, mit dem die jahrelange Auseinandersetzung um die Angleichung der Arbeitsbedingungen befriedet wird“, sagte Stefan Moschko, der Verhandlungsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg (VME), am Montag in Berlin. „Die Betriebe erhalten die Möglichkeit, im Rahmen des Flächentarifvertrages auf ihren Bedarf hin zugeschnittene Arbeitszeitregelungen zu vereinbaren, die für die Arbeitgeber und die Beschäftigten Planungssicherheit bei der Arbeitszeit schaffen. Hiermit wird gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Flächentarifvertrags geschaffen.“

Das Tarifergebnis sieht vor, dass die Betriebsparteien die Arbeitszeit und die damit verbundene Kostenkompensation selbst regeln können. Zudem werden weitere dauerhafte Flexibilisierungsmöglichkeiten geschaffen. Damit sind vielfältige betriebliche Lösungen möglich, die ab dem 1. Januar 2022 starten können.

Die neue Vereinbarung sei ein Gewinn auch für den Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie in den östlichen Bundesländern, befand Verhandlungsführer Moschko. „Diese Einigung zeigt, dass auch in der Fläche genügend Flexibilität möglich ist, wenn sich beide Seiten dazu bekennen. Nur wenn die Betriebe genügend Spielraum für die Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen haben, können sie auf Dauer erfolgreich sein“, sagte er.