VMET-Verhandlungsführer Thomas Kaeser: „Es gilt in dieser Tarifrunde Beschäftigung zu sichern und nicht die Wettbewerbsfähigkeit einzuschränken“

In Thüringen fand heute die zweite virtuelle Verhandlung in der Tarifrunde 2020/2021 für 18.400 Beschäftigte statt.

Die zweite Verhandlungsrunde der Tarifpartner endete heute Abend ohne Ergebnis. Im Anschluss sagte VMET-Verhandlungsführer Thomas Kaeser : „Die Ziele der Verhandlungspartner sind gleich, doch die Wege dahin liegen noch weit auseinander.  Angesichts des anhaltenden Lockdowns sind die Unsicherheiten und Risiken für Unternehmen und Beschäftigte weiter gewachsen. Es wird einige Jahre dauern bis die Umsatzeinbrüche der Branche aufgeholt und wir wieder auf Vorkrisenniveau sind. Derzeit sind immer noch mehr als ein Drittel der Beschäftigten in Kurzarbeit. Das ist die Realität, der wir als verantwortungsvolle Arbeitgeber Rechnung tragen müssen und wollen. In einer solchen Lage ist es wichtig, den Unternehmen den Rücken frei zu halten. Planungssicherheit und Flexibilität sind das Gebot der Stunde. Entgelterhöhungen und Vier-Tage-Woche würden die Betriebe unverantwortlich stark belasten. Kostensteigerungen gefährden nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Arbeitsplätze der Beschäftigten. Entgeltsteigerung braucht Wirtschaftswachstum – das fehlt bei unseren Unternehmen. Vielmehr geht es in dieser Corona-Pandemie darum, das was wir erreicht haben, zu erhalten: gute Löhne mit ausgezeichneten tariflichen Rahmenbedingungen, die ihresgleichen in Thüringen suchen. Es gilt in dieser Tarifrunde Beschäftigung zu sichern und nicht die Wettbewerbsfähigkeit einzuschränken. Wir wollen Beschäftigung sichern und kluge Lösungen finden, um mit der schwierigen Situation umzugehen. Darüber wollen wir trotz unterschiedlicher Wege weiter sprechen und um kluge Lösungen ringen.“