VMET-Verhandlungsführer Thomas Kaeser: „Wir haben keinen Spielraum für zusätzliche Belastung“

In Thüringen haben heute die ersten Verhandlungen in der Tarifrunde 2020/2021 für 18.400 Beschäftigte begonnen. Die Verhandlung fand erstmals virtuell statt.

VMET-Verhandlungsführer Thomas Kaeser sagte: „Die Tarifverhandlungen finden in einer nie dagewesenen und besonders schwierigen Situation für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen statt. Wir befinden uns in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Unsere Industrie steht vor großen Veränderungen. Die M+E-Unternehmen brauchen jetzt Entlastung und Planungssicherheit, um ihre Zukunft zu sichern und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Der seit 2019 anhaltende Konjunktureinbruch und der Strukturwandel haben viele Betriebe in eine schwierige Lage gebracht, die die Corona-Pandemie noch deutlich verschärft hat. Viele Firmen haben niedrige Kapazitätsauslastungen, sind nach wie vor von Kurzarbeit betroffen und verzeichnen große Umsatzeinbrüche. Wir haben keinen Spielraum für zusätzliche Belastungen, sondern es geht um Entlastung. Es geht um zukunftssichere Betriebe und darum Arbeitsplätze zu erhalten. Angesichts von Kurzarbeit, Staatshilfen und Sparpaketen können Entgelterhöhungen und Vier-Tage-Woche nicht die Lösung sein. Es gibt nichts zu verteilen. Noch liegen die Positionen weit auseinander. Wir wollen mit den Gewerkschaften über zukunftsfähige und konstruktive Lösungen verhandeln.“