Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Südwestmetall Wilfried Porth: „Sind zu zielführenden Verhandlungen bereit, wenn die IG Metall ernsthaft mit uns über unsere Themen spricht“

Die 3. Verhandlung in der Tarifrunde 2021 für die baden-württembergische Metall- und Elektroindustrie findet am 25. Februar statt. Darauf haben sich die Tarifparteien in einem Sondierungsgespräch in kleiner Runde verständigt. Ort und Uhrzeit werden rechtzeitig bekanntgegeben. „Wir haben immer gesagt, wir sind bereit, zielführende Verhandlungen zu starten, sobald die IG Metall uns das Signal gibt, dass auch sie mit uns über unsere Forderungen und Themen ernsthaft sprechen wird“, sagte der Südwestmetall-Vorsitzende Wilfried Porth am Freitag in Stuttgart.

Südwestmetall hatte die Forderungen der Arbeitgeber der IG Metall bereits in der ersten Verhandlung im Dezember präsentiert. Neben einem Verzicht auf Entgelterhöhungen, bis das Vorkrisenniveau von 2018 wieder erreicht ist, fordern die Arbeitgeber auch Kostensenkungen insbesondere bei den baden-württembergischen tariflichen Sonderleistungen, eine automatische Differenzierung und eine Variabilisierung von Entgeltbestandteilen sowie eine Vereinfachung der Tarifregelungen mit dem Ziel, den Umsetzungsaufwand in den Betrieben zu verringern.

„Die IG Metall sollte jetzt zügig mit uns am Verhandlungstisch nach Lösungen suchen, anstatt Aktionen an den Werkstoren zu veranstalten und mit Warnstreiks zu drohen, bevor sie sich überhaupt ernsthaft um eine Lösung in Verhandlungen bemüht hat“, sagte Porth: „Wir haben eine historisch einmalige Krise zu bewältigen, und wir stehen vor einer ebenso einmaligen Transformation in ein neues Industriezeitalter. Wir wollen unseren Unternehmen mit ihren Arbeitsplätzen in Deutschland eine Zukunftsperspektive geben. Deshalb sind wir unseren Betrieben und Beschäftigten eine schnelle Lösungssuche schuldig.“